Doris HÖHLE

Jahrgang 1952 - TV 1848 Erlangen - (Mittelfranken)

Der sportliche Erfolg kam beim zweiten Anlauf !

Mein erster sportlicher Einstieg im Triathlon war am 17. Juli 1994 beim Schnuppertriathlon in Roth mit den Disziplinen 200 m Schwimmen, 10 km Radfahren und 2 km Laufen, im Alter von 42 Jahren. Meine Familie wollte auf biegen und brechen, dass ich auch einmal einen Triathlon mitmache. Also wurde ich überredet und musste ohne große Vorbereitung bei diesem für mich sportlichen Abenteuer starten. Die familiäre Unterstützung während des Wettkampfes war gesichert. Die 200 Meter Schwimmen im bewährten Bruststil, das Radfahren im Grenzbereich meiner Luftmöglichkeiten und das Laufen am See, wobei mir mein Mann laufend Wasser über den Kopf schüttete, was er mit einem kleinen Eimer aus dem Rothsee schöpfte. Im Ziel kam ich an wie ein Hund den man aus dem See gezogen hatte, richtig fotogen und mit der Welt fertig. Das beste aber kam noch. Harry Weinfurth, der die Siegerehrung durchführte holte mich unter folgendem Wortlaut zur Ehrung: „Jetzt kommen wir zur Altersklasse W 40 bis 120 kg aufwärts“, da auch einige Schwergewichtige dabei waren. „Platz 3, Doris Höhle, bitte zur Preisverleihung.“ Am liebsten wäre ich irgendwo untergetaucht, da bei allen Anwesenden Zuschauern großes Gelächter ausbrach. Aber mir blieb unter Protest nichts übrig und ich musste auf’s Siegerpodest. Das war mein erster Erfolg und Pokal im Triathlonsport. In diesem Jahr startete ich noch bei kleineren Volksveranstaltungen mehr oder weniger erfolgreich, da meine Trainingsmöglichkeiten doch sehr begrenzt waren.

Nachdem mein Mann 1994 die Hawaii-Qualifikation in Roth schaffte und im Triathlonsport auch sehr erfolgreich war und viel trainierte wollte ich ihm den Rücken frei halten für seine Trainingseinheiten, da er ja auch beruflich voll im Stress stand. Außerdem nahm unser jüngster Sohn auch an Triathlonwettbewerben teil. So kam es wie es kommen musste, dass ich mich mehr um die Familie und die Logistik kümmern musste und dem Triathlonsport in eigener Sache zurückstellte.

Als 2002 mein Mann vom Berufsleben in den Ruhestand wechselte und unser Sohn inzwischen eigene Wege geht, war familiär bei mir eine neue Situation eingetreten. Durch Arbeitsteilung mit meinem Mann, der täglich laufenden Dinge abnahm, ergab sich bei mir auch der Freiraum für sportliche Aktivitäten.

Die erste Hürde war, dass ich mein Gewicht innerhalb eines Jahres um ca. 10 kg reduzierte. Gleichzeitig begann ich intensiv zu trainieren, wobei mir mein Mann laufend beratend zur Seite stand. Unsere Trainingseinheiten absolvierten wir ab sofort gemeinsam.

Mein zweiter Anlauf im Triathlonsport erfolgte im Winter 2003 unter besseren körperlichen Voraussetzungen. Das zurückliegende Training, sowie die Vorbereitungszeit für die nun anstehenden Wettkämpfe sollte sich ja auch gelohnt haben.

Mein Einstieg in das Wettkampfgeschehen erfolgte beim Wintertriathlon 2003 in Frauenwald/Thüringen mit einem für mich nie geglaubten Erfolg. In der AK W 50 war es Platz 1 und im Gesamtfeld der Frauen Platz 3.

Meine sportlichen Erfolge in der AK TW 50 ab 2003
Triathlon - Einzel
3 x Bayer. Meisterin / 1 x Deutsche Vize-Meisterin (Mitteldistanz)
1 x Deutsche Meisterin im Wintertriathlon / 1 x Deutschland-Cupsiegerin Wintertriathlon
1 x Europameisterin Wintertriathlon

Triathlon – Mannschaft Deutsche Meisterschaft
2. Platz auf der Olympischen Distanz in der AK W 40 / 45
1. Platz auf der Mitteldistanz in der AK W 40 / 45

Duathlon - Einzel
2. und 3. Platz bei den Bayer. Meisterschaften (2003 und 2005)

Duathlon – Mannschaft – Deutsche Meisterschaft
1. (2x) und 2. Platz auf der Olympischen Distanz in der AK W 40 / 45 (2003 bis 2004)

2004 schaffte ich zum ersten Mal die Voraussetzungen für das Triathlonabzeichen in Gold, worauf ich besonders stolz bin, da hier eine erhebliche Anzahl von Wettkämpfen innerhalb eines Jahres erforderlich ist.

Im Duathlon- und Triathlonbereich waren es bis dato 38 Wettkämpfe in 3 Jahren mit 31 Podestplätzen.

FAZIT
: Zusammenfassend möchte ich folgendes erwähnen: wichtig ist man bleibt gesund und hat die richtige Einstellung zu seinen sportlichen Aktivitäten, dann stellen sich auch Erfolge ein, die man sich hätte nie vorstellen können.