Klaus STECKEL

Jahrgang 1932 – LG Mettenheim

Ich bin 1932 in Gera geboren und habe später in Jena studiert. Da war es kein Wunder, wenn man in der „Rad-Hochburg“ Gera aufwächst, dass man mit dem Radsport in Berührung kommt bzw. dann auch hier aktiv wird. Mein größter Erfolg war der Jugendkreismeister im Straßenrennen in der Jugendklasse 17-18 Jahre. Dann Studium und später war ich Dozent für Mathematik in Jena. Nach der „Umsiedlung“ nach Nürnberg musste ich sehr hart arbeiten, wobei der letzte Rest „Sport“ buchstäblich auf der Streck blieb. Ich habe mir dann eine eigene Firma aufgebaut, da blieb in dieser Zeit - bei einem 16-Stunden-Arbeitstag – auch keine Zeit für den „Sport“ übrig.

Mein unsportliches Dasein wurde jäh gebremst, als man bei einem Leistungstest bedrohliche Engen in 2 der 3 Herzkranzgefäße feststellte – gerade noch rechtzeitig. Ich erhielt Dehnungen und 5 Stents. So wurde aus mir zwar kein Ironman, aber ein Eisenherz. Da stieg ich wieder – mit 64 – aufs Fahrrad und landete dann beim Triathlon, weil ich dachte, da hat man nicht solche permanenten Anstrengungen wegen der 3 Sportarten, die man hintereinander bewältigen musste. Später habe ich dann allerdings gemerkt, dass das ein Irrtum war. Egal: Jetzt hatte es mich gepackt. Mit Einzelunterricht hatte ich erst einmal kraulen lernen müssen, so in ca. 100 Stunden. Mein Freund Siggi Maier und Stefan Hetzer waren dafür verantwortlich.

Als ich so richtig dabei war, kam ein ernster Fehler: Ich musste eine neue Aortenklappe für mein Herz haben. Da wurde dann in einer mehrstündigen OP eine Ochsenklappe eingesetzt, weil diese größer als die – übliche Schweineklappe oder gar künstliche– ist, mit denen man aber keinen Leistungssport mehr machen kann. So bin wahrscheinlich der einzigste Deutsche, der mit einem solchen Herzen Triathlon betreibt. Na also, dachte ich, es geht doch! Man sollte das auch anderen sagen: Jeder kann Sport treiben - in jedem Alter.

Das größte Erlebnis war die perfekt von der DTU organisierte Weltmeisterschaft im September 2007 in Hamburg. Dort war ich der älteste deutsche Medaillengewinner. (2. Platz in der Sprintdistanz) Und wundert Euch nicht, wenn wir „Alten“ so oft gewinnen im Landesinneren: Unsere vorgelagerten Ausscheidungswettkämpfe finden beim Internisten, beim Orthopäden und Kollegen statt. Daher bleiben dann so wenige übrig! Bei der WM 2007 waren es gerade einmal 12 Athleten; die beiden 80-jährigen mitgerechnet, in beiden Distanzen zusammengenommen, weltweit. In diesem Alter kämpft man nicht so sehr gegen die Zeit, sondern für die Gesundheit! Das sagte mir der 80-jährige Australier vor dem Start in Hamburg.

Meine größten Erfolge im Triathlon waren dennoch: viele „AK“-Siege bei Wettkämpfen in Bayern.  
mehrmals Bayerischer Meister
mehrmals Gewinner der BTV-Serie
2002  Deutscher Vizemeister
2007  Vize-Weltmeister „Sprintdistanz“

 

 

Einige Dankesworte vom jetzigen SENIOREN-Sportwart

Klaus Steckel war mein Vorgänger in diesem Amt. Über viele Jahre hat er die Ausschreibungen der Veranstalter geprüft und kontrolliert und zu Verbesserungen angeregt. Gerade die älteren Semester haben ihn zu  DANKEN, denn aufgrund seiner Initiative wurden die Zuordnungen in den „AK-Siegerlisten“ geändert. Und noch ein weiterer Punkt - für den er sich eingesetzt hat und Briefe an DTU und ITU geschrieben hat –ist bzw. war: Neoprenpflicht bei älteren Athleten bis 25 Grad, da bei älteren Menschen die Auskühlung früher einsetzt als bei jüngeren Athleten.

Gerhard Müller.