Tamas FEKETE

Jahrgang 1944 - TSV Gerbrunn - (Unterfranken)

Ich bin in Ungarn geboren und kam 1966 mit meiner Familie nach Würzburg. Meine sportliche Karriere war sehr unspektakulär, ich war in der Jugendzeit „sportfaul“, zum Leidwesen meiner Mutter, die als Dipl.-Sportlehrerin vor meinen Turnlehrern deswegen sich oft schämen musste.

Erst im reiferen Alter, so mit 40 Jahren, habe ich entdeckt, dass ich auch laufen kann. Abgesehen von den laienhaften Anfängen mit den üblichen Verletzungen, hat mich die sportliche Herausforderung, einmal im Leben einen Marathon zu absolvieren, gepackt. Nach der Lektüre von entsprechender Literatur und mit Beratung von erfahrenen Hobbyläufern habe ich mich, praktisch ohne Wettkampferfahrung, getraut 1990 in Frankfurt einen Marathon zu laufen, den ich mit 3:56 auch gefinisht habe. Damit war auch der Grundstein für weitere Ziele gelegt. Bis 2000 habe etwa 25 Marathons erfolgreich beendet, darunter auch Boston, New York, „Jungfrau“. Als langsamer, aber stabiler 5-Minuten Läufer auf der Marathondistanz war mir klar, dass meine „Stärke“ die Ausdauer ist. Ab 1995 wurden die Streckenlängen vergrößert, mehrere Starts in Biel und Davos folgten. Die 100 km von Biel konnte ich unter der 10-Stunden-Marke beenden.

2000 habe ich mir ein richtiges Rennrad gekauft und mit der irrtümlichen Annahme, dass ich schon laufen und das bisschen Radfahren mir auch nichts anhaben kann, bin in die Duathlon-Szene eingestiegen. Das Erwachen bei Wettkämpfen wie Kelheim kam prompt und hart. Aber das war auch nur ein Wendepunkt in meiner „Laufbahn“. Ich habe eine ganz andere Welt entdeckt, die mich freundlich aufgenommen und die mir offensichtlich viel Freude gebracht hat. So kam ich zum „Powerman“ in Spalt(Platz 6 in AK), Trier (Platz 2 in AK) und Zofingen (Platz 4 in AK). Die Fortsetzung ist, glaube ich, jetzt vorhersehbar:

Mit 57 Jahren habe ich mir im Sportzentrum der Universität von einem Sportstudenten zeigen lassen, wie Kraulschwimmen aussieht. Ich bin sicher, dass der Sportstudent nicht im Traum daran gedacht hat, dass ich jemals lebend aus dem Wasser rauskommen, geschweige denn, dass ich mal 3,8 km schwimmen werde. Vorsichtshalber habe ich mich gleich für den Ironman in Florida angemeldet, weil dort die Startplätze schnell ausverkauft sind. Überraschend habe ich dann den Rothsee-Triathlon mit 2:39 gefinisht und auch Immenstadt habe ich gut gemeistert, wobei ich im 17 Grad warmen Wasser jegliche Lust am Sommersport Triathlon verloren dachte. So vorbereitet war Florida kein Problem, bis auf die Lieblingsdisziplin Laufen, was ich nur durch Zuführung von Hühnerbrühe überlebt habe. Die Zeit: 12:09 ist meine Standardzeit geworden. Danach war kein Anhalten mehr möglich: in 2002 folgten Gerardmer, Zürich, Nizza, Kona (13:06).

Sportliche Erfolge in den SENIOREN-Klassen:
Olympische Distanz: 5 x 1. Platz / 2 x 2. Platz / 2 x 3. Platz
Mitteldistanz: 1 x 2. Platz / 1 x 3. Platz
ITU-Langdistanz: 2. Platz EM 2004
Ironmans: 2 x 2. Platz / 1 x 3. Platz
World-Best-Masters 2003 2. Platz

FAZIT: Als sportlicher Spätzünder kann ich keine Höhenflüge mehr planen, aber besonders die sportliche Erfahrung der letzten 5 Jahre hat sicherlich mein Leben bereichert, was ich für andere Sporttreibende auch aus ganzem Herzen wünsche.

ZIEL: Soweit meine berufliche Belastung an der Universität als wissenschftlicher und lehrender Mitarbeiter erlaubt, möchte ich weiter trainieren und wenn die Gesundheit auch mitmacht, noch weitere Triathlon-Erlebnisse sammeln.